Alarmübung

 

Alarmübung Scharnebeck


Am Samstag morgen um 7:38 wurde der Umweltzug Lüchow-Dannenberg zur einer Alarmübung nach Scharnebeck gerufen.
Der Leiter des Umweltzuges Landkreis Lüneburg, Ralf Harst, hatte eine anspruchlose Übungslage ausgearbeitet, bei es zu lösen galt.
Auf dem Gelände einer Spedition war ein Gabelstapler gegen einen Kesselwagen gefahren und dabei einen Riss im Tank verursacht. Ein unbekannter, flüssiger Stoff trat aus. Der Fahrer des Gabelstaplers wurde ins Krankenhaus eingewiesen; er klagte über Reizung der Atemwege und der Augen.
Erste Erkundungen ergaben, das es sich bei dem Stoff um Allylalkohol handelte. Allylalkohol ist eine brennbare, sehr giftige, farblose Flüssigkeit, deren Dämpfe mit Luft explosionsfähige Gemische bilden können.
Es wurden mehrere Trupps unter Chemikalienschutzanzug eingesetzt. Es galt das angrenzende Werkstattgebäude durchsuchen, ein Mechaniker wurde vermisst. Anschließend musste das Leck schnellstmöglich geschlossen werden, um zu verhindern, das der Stoff in die Kanalisation bzw. ins Erdreich gelangt. Hinter der Werkstatt befand sich ein Wasserschutzgebiet.
Nachdem eine Person gerettet werden konnte, wurde versucht das Leck abzudichten. Mit Hilfe eines Holzkeils und eines speziellen Abdichtgranulats, das in Verbindung mit Flüssigkeit eine Beton-ähnliche Konsistenz bekommt, konnte das Leck rasch geschlossen und eine weiteres Austreten der Flüssigkeit verhindert werden. Zeitgleich wurde mit Hilfe von Säurebinder verhindert, das der Stoff in die Kanalisation gelangt.

Nach Beendigung der Übung wurde in der Scharnebecker FTZ ein Mittagessen serviert.